Ortungsservice

 

Ein wesentlicher Vorteil gesteuerter Horizontalbohrungen ist das Umgehen von Hindernissen im Erdreich. Das können Kanäle oder Leitungen sein, aber auch geologische Hindernisse und vieles mehr. Dazu sollte man aber vorher wissen, was sich im Erdreich befindet. Am besten, man könnte in den Boden «inne luege».

Neben einer Reihe konventioneller, aber aufwendiger und vielfach unzureichender Verfahren, gibt es innovative Alternativen:

  • Georadar
  • Leitungsortungssysteme

Georadar

Das Georadar ist ein einfaches, aber verblüffend wirkungsvolles Resonanz-Verfahren zum Aufspüren von Kanälen, Leitungen, Öltanks und geologischen Hindernissen. Bestehende Werkleitungen und Hindernisse werden vom Georadar in Lage und Tiefe genau angezeigt. Das reduziert die Risken beim Horizontalbohren erheblich.

Die eingesetzte Gerätschaft ist teilweise eine Eigenkonstruktion. Verschiedene Antennen ermöglichen unterschiedliche Eindringtiefen und Auflösungen, sodass auch nichtmetallische Druckleitungen geortet werden können.

Das Georadar eignet sich aber auch für viele weitere Einsatzbereiche: Lokalisieren von Leitungen im Hochbau (Bodenheizungsrohre), Eingrenzen von Mauerwerk-Durchfeuchtungen, Aufspüren von Leckagen, Überprüfen von Bauwerks-Strukturen und Bewehrungen (Brücken, Strassenunterbau etc.), Bestimmen von Asphaltdicken und und und. Selbst in der prospektiven Archäologie hat das Georadar schon hervorragende Ergebnisse erbracht.

Leitungsortungssysteme

Die eingesetzten Leitungsortungssysteme sind induktive Verfahren, die ein vorhandenes oder künstlich erzeugtes Induktionsfeld zur Ortung nutzen. Durch aktives Besenden werden metallische Leitungen und ihr Verlauf aufgespürt und mit der Senderortung nichtmetallische.

Mit diesen Gerätschaften sind Rohranlagen bis zu 25 m Überdeckung dreidimensional zu orten (Lage, Tiefe, Neigungswinkel). Dabei ermöglicht die Kombination mit anderen Geräten in der Senderortung sogar Reichweiten von mehreren hundert Metern.

Die Leitungsortungssysteme ermöglichen aber nicht nur das zerstörungsfreie Orten von Hindernissen im Erdreich, mit ihr kann auch eine GPS-Registrierung gemacht werden, auf deren Grundlage Kataster erstellt werden können.

Ergänzend zu den genannten Leitungsortungsverfahren kommt der Korrelator zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um ein akkustisches Verfahren zum Aufspüren von Leckagen bei Druckleitungen (Wasser-, Gas- und Kanalisations-Druckleitungen).